PV-Barometer 2026

PV-Barometer 2026: Was sich bei der PV-Technologie verändert
Das PV-Barometer 2026, erstellt von der Berner Fachhochschule (BFH) gemeinsam mit Eturnity, zeigt, wie sich Photovoltaik-Technologie und Systemdesign in den letzten Jahren entwickelt haben.
Der Bericht basiert auf über 100’000 anonymisierten Projektdaten aus der Planung realer PV-Anlagen. Die Auswertung gibt einen datenbasierten Überblick darüber, welche Technologien heute eingesetzt werden und welche Trends sich in der Praxis abzeichnen.
Was sich in PV-Technologie verändert
Die Analyse von PV-Anlagen, die zwischen 2017 und 2025 geplant wurden, zeigt mehrere klare Entwicklungen.
1. Module werden deutlich leistungsstärker
Die durchschnittliche Modulleistung ist von rund 275 W im Jahr 2017 auf über 450 W im Jahr 2025 gestiegen. Das entspricht einer Zunahme von rund 60 Prozent. Haupttreiber sind höhere Wirkungsgrade und grössere Modulformate.
2. Wirkungsgrade steigen weiter
Der typische Modulwirkungsgrad hat sich im gleichen Zeitraum von etwa 17 Prozent auf rund 23 Prozent erhöht. Dadurch lässt sich mehr Leistung auf derselben Dachfläche installieren.
3. Hitze wirkt sich weniger stark aus
Verbesserte Temperaturkoeffizienten sorgen dafür, dass moderne PV-Module bei hohen Temperaturen weniger Leistung verlieren als noch vor einigen Jahren.
4. Speicher werden immer häufiger mitgeplant
Batteriespeicher gehören zunehmend zu PV-Angeboten. In den ausgewerteten Projektdaten wurden 2025 rund 70 bis 75 Prozent der Anlagen gemeinsam mit einem Speicher angeboten.
5. PV-Anlagen werden netzdienlicher ausgelegt
Das Verhältnis zwischen Wechselrichterleistung und installierter PV-Leistung hat sich in den letzten Jahren leicht reduziert. Anlagen werden dadurch stärker auf eine gleichmässige Energieproduktion ausgelegt und weniger auf kurzfristige Leistungsspitzen.
Warum das PV-Barometer relevant ist
Das PV-Barometer liefert datenbasierte Einblicke in reale Markt- und Technologieentwicklungen. Durch die Analyse von Planungsdaten aus tausenden Projekten lassen sich Trends erkennen, die aus einzelnen Installationen oft nicht sichtbar werden. Für Installateure, Energieversorger, Hersteller und weitere Akteure der Branche entsteht so eine fundierte Grundlage, um technologische Entwicklungen und Marktstandards besser einzuordnen.
Der vollständige Bericht
Wer tiefer in die Zahlen, Grafiken und technischen Details eintauchen möchte, findet den kompletten Bericht online.
Die Plattform zeigt detaillierte Auswertungen zu Modulen, Wechselrichtern und Systemdesigns und macht aktuelle Entwicklungen in der Photovoltaik transparent.